Manfred Laber

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Die Zeit spielt eine wesentliche Rolle in der menschlichen Weltordnung. Man sagt: "Die Zeit drängt", und nur selten spielt sich unser Leben nicht unter Zeitdruck ab. Auch in früheren Epochen mussten alle Arbeiten zügig erledigt werden, technische und künstlerische Aufträge jeglicher Art sollten ja noch zu Lebzeiten des jeweiligen Auftraggebers fertig werden und Kunde geben von seiner Fortschrittlichkeit, seinem Kunstsinn und Mäzenatentum. 

Die Idee der Wemdinger Zeitpyramide ist eine völlige Abkehr von diesen Prinzipien, sie ist so progressiv, dass sie für viele ein Stein des Anstoßes sein wird. Der am 23. Oktober 1993 gesetzte erste Quader aus Beton, einem künstlichen Werkstoff, ebenso künstlich wie der Begriff "Zeit", soll Anstoß geben, Zeit und Geschichte zu überdenken. Der Anstoß für das Kunstwerk ist vollzogen, sein Fortschritt soll in -zig Generationen geschehen, die Vollendung liegt im Dunkel der Zukunft. 

Kennzeichen des Werkes ist seine Ausgesetztheit: dem Willen oder Unwillen, alle zehn jahre einen Stein zu errichten, ... den Strömungen der Zeit, ... den Naturgewalten, ... den neugierigen, spöttischen oder nachdenklichen Blicken der Betrachter.

Hätte man nicht die Hoffnung gehabt, dass es immer Menschen geben wird, die Stein auf Stein fügen und so die Idee der Zeitpyramide verwirklichen, dann wäre das Werk nicht begonnen worden. So ist dieser erste Stein nicht nur ein Symbol für Zeit, sondern auch ein Symbol für Hoffnung, unsere Zukunft positiv weiterentwickeln zu können. 

Der Dank gilt dem Künstler Manfred Laber für die Idee des Projektes, den Firmen Franz Leinfelder, Märker, Eigner, Manfred Pfefferer und Reinhard, dem Förderkreis sowie der Stadt Wemding mit Bürgermeister Jürgen von Streit für Grundstück und Trägerschaft. 

Veranstaltungen

Info-Adresse

KunstMuseum Donau-Ries
Ernst-Steinacker-Straße 1
86650 Wemding
Tel.: 09092/9100484
Tel2.: 0160/4686434
Fax: 09092/8870
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