Mangoldbrunnen

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In dem Kunstwerk von Ernst Steinacker wird deutlich, dass die Geschichte der Stadt und der Kirche sehr eng miteinander verbunden sind.

Auf dem Vorplatz der Stadtpfarrkirche St. Emmeram erzählt der Künstler in einem umlaufenden Fries des Mangoldbrunnens die Geschichte von den Anfängen der Stadt, der Entstehung der Kirche, der Hexenprozesse und der Wallfahrtskirche Maria Brünnlein. Von Links beginnt der Fries:

  • Siegel von Karl dem Großen: 798 schenkt Karl der Große das Lehen Wemding dem Kloster St. Emmeram in Regensburg
  • Reise von Mangold nach Konstantinopel: Ritter von Mangold und Bischof Werner von Straßburg werden von Kaiser Konrad nach Konstantinopel gesendet, um für den Thronfolger Heinrich eine Braut auszuwählen.
  • Beraubung und Martyrium: Als Gastgeschenk erhielt Mangold einen Kreuzpartikel. Er wurde später jedoch dafür als Dieb hingestellt und in den Kerker geworfen. Hier legte er das Gelübde ab ein Kirche erbauen zu lassen würde er jemals wieder seine Heimatstadt Wemding erblicken. Der Kreuzpartikel ist übrigens in Donauwörth in der Kirche Hl. Kreuz zu sehen.
  • Erbauung der Kirche St. Emmeram: Mangold hielt sein Versprechen und ließ die Kirche St. Emmeram in den Jahren 1030-1060 erbauen. Allerdings hatte die urspüngliche Kirche nur 1 Turm, den jetzigen Südturm. Der 2. Turm wurde erst ca. 200 Jahre später erbaut. (Schiefe Turm, Kirchenglocke mit Nachschlag.)
  • Hexenprozesse: Die Frau in den Flammen steht für die Hexenprozesse die zu Beginn des 17. Jh. (1609) in Wemding stattfanden. Die Zahl 49 steht für die Opfer, es waren 39 Frauen und 11 Männer die im Rathaus (auf dem Dach das Armsünderglöcklein) zu Hexen oder Hexer verurteilt wurden und dann am Galgenberg (Gerichtswald) teils verbrannt, teils gehängt wurden. Die „Hochnotpeinliche Befragung“ fand im Folterturm (ehemals Pulverturm) statt.

Info-Adresse

Tourist-Information
Mangoldstraße 5
86650 Wemding
Tel.: 09092/969035
Fax: 09092/969050
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