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Willkommen in der Fuchsienstadt!

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Die Fuchsie findet man in Wemding im Frühling und Sommer häufiger als anderswo.

Wo immer es der Standort zulässt, wird ihr in den städtischen Anlagen der Vorzug gegenüber anderen Blumen gegeben. Und das hat einen guten Grund: Sie erinnert durch ihren Namen an einen der großen Söhne Wemdings, den Botaniker und Arzt Leonhart Fuchs (1501 - 1566).

Leonhart Fuchs selbst hat die beliebte Pflanze, die seinen Namen trägt, nicht gekannt. Als der Missionar und Botaniker Charles Plumier sie 1696 in Südamerika entdeckte und nach Leonhart Fuchs benannte, war dieser schon 130 Jahre tot. Um 1800 begann man in England mit der Fuchsienzucht, in Deutschland etwa ab 1835. Die Fuchsie trat einen regelrechten Siegeszug durch Europa an und existiert heute in unglaublich vielen Variationen.

Fuchsienpyramide

Zwergenhäuschen mit Blumenschmuck

Wer heute auf dem Wemdinger Marktplatz nach dem Geburtshaus von Leonhart Fuchs sucht, der findet ein Kuriosum. Ein „Zwergenhäuschen“, das an seiner Vorderfront zum Markt hin ganze 1,50 Meter breit ist, während die Seitenfront 9 Meter misst. Eine Gedenktafel trägt die Inschrift: „1501 - 1566. Hier ist geboren Leonhart Fuchs, beruehmter Arzt und Botaniker. Nach ihm wurde die Fuchsie benannt."

Kein Wunder, dass die Fensterbretter des niedlichen Häuschens in den Sommermonaten mit Blumenkästen voller herrlicher Fuchsienstöcke geschmückt sind. Die Bewohner Wemdings sind zu recht stolz auf ihren Leonhart Fuchs. Ihm haben sie es unter anderem zu verdanken, dass eine Fuchsien-Neuzüchtung 1993 auf den Namen „Wemding“ getauft wurde.

Marienbrunnen am Wemdinger Marktplatz

Fuchsienrundgang durch die Altstadt

Traditionell zum Wemdinger Fuchsien- und Kräutermarkt und dem damit verbundenen Aufstellen der Fuchsienpyramide, ist in Wemding in den Sommermonaten Mai bis September der Fuchsienrundgang zu begehen. Jedes Jahr wird eine Strecke durch die historische Altstadt und Umgebung festgelegt, auf dem an den Wemdinger Häusern, Gaststätten und Geschaften unterschiedlichste Fuchsien betrachtet werden können.

Ein eigener Flyer zum Fuchsienrundgang wird jedes Jahr von der Stadt Wemding herausgegeben. Dieser enthält den genauen Rundgang und Standort jeder Pflanze. Außerdem bekommen Sie Details zur Blüte, dem Wuchs und die richtige Bezeichnung. Der Flyer ist in der Tourist-Information unter digital erhältlich.

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Fuchsausstellung in der Geopark-Infostelle

Die im Juli 2013 neu errichtete Geopark-Infostelle ist zentraler Anlaufpunkt für alle, die Informationen über die Entstehung des Rieses durch den Meteoriteneinschlag und den Geopark gewinnen wollen. Auch präsentiert sich Wemding mit seiner langwierigen Geschichte auf verschiedenen Schautafeln und die Verbindung zu Wemdings wichtigstem Sohn - dem Botaniker Leonhart Fuchs - wird geknüpft. So werden in den neuen Räumlichkeiten der Infostelle einzelne Originale aus seinem "New Kreuterbuch" aus dem Jahr 1543 und eine Auswahl an Fuchsienpflanzen präsentiert.

Kräutergarten

Schülerprojekt: Kräutergarten zu Ehren Leonhart Fuchs

Eine ausgefräste Holztafel weist an der Leonhart-Fuchs-Schule auf einen Kräutergarten hin. Zu Ehren des Namensgebers der Fuchsien und Kräuterspezialisten Leonhart Fuchs wurde dieser Garten einst angelegt. Im Sommer 2016 erfolgte anlässlich des 450. Todestags von Leonhart Fuchs durch Projektarbeiten von Schülern eine Neugestaltung.

Verschiedene Elemente bereichern den Kräutergarten: Ein dekoratives Blumenbeet mit Fuchsien, Tagetes, gelben Margeriten, fleißigen Lieschen und Salvien, ein Hochbeet mit Kräutern, eine Kräuterspirale sowie ein Wildwuchsgebiet bilden einen Ruhebereich für Schüler. Von Schülern hergestellte Betonbänke dienen als Sitzgelegenheiten im Gartenbereich. Wie vielerorts in Wemding üblich befinden sich verschiedene Arten von Fuchsien auf dem Weg zum Grundschulpausenbereich.

Rund um das Hochbeet pflasterten die Schüler Wege. Bei den Projekten lernten sie die Berufe des Pflasterers, Garten- und Landschaftsgestalters, des Betriebsgärtners, Betonbauers, Zimmerers sowie des Holz- und Holzbearbeitungsmechanikers in der Praxis kennen.

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