Skulpturenreihe Teil 1 - Mangoldbrunnen (Mangolde von Werth – Lehensträger von Wemding)

Mangoldbrunnen Wemding

Montag, 30. Juli 2018

In Wemding sind durch verschiedene Künstler wie Ernst Steinacker, Johannes Engelhardt oder Manfred Laber eine Vielzahl an Skulpturen im Stadtgebiet zu entdecken. Auf einem Rundgang durch die „Kunststadt Wemding“ möchte Ihnen die Tourist-Information jede Woche in den Sommerferien verschiedene Skulpturen vorstellen. Vielleicht macht es Ihnen Freude, sich auf die Suche nach den Skulpturen zu machen, die ein oder andere neu zu betrachten oder gemeinsam mit Ihren Kindern auf den Spuren der Künstler zu wandern. Für Interessierte gibt es einen eigenen „Skulpturenführer“ in der Tourist-Information für 3 € zu erwerben. Die Texte der Skulpturenreihe wurden auf Grundlage des Skulpturenführers von Theo Knoll bearbeitet.

Der Vorplatz der Stadtpfarrkirche St. Emmeram bietet ein ideales Ambiente für den Mangoldbrunnen, den der Wemdinger Künstler Ernst Steinacker (+ 2008) als Bronzeguss schuf. Der umlaufende Fries enthält Szenen aus der Geschichte der Stadt, die eng mit der Stadtpfarrkirche und der Wallfahrtskirche Maria Brünnlein verbunden ist. Der spätere Kaiser Karl der Große schenkte Wemding an Kloster und Bischof von Regensburg. Graf Mangold und  Bischof Wernher aus Straßburg reisen im Auftrag von Kaiser Konrad II. in diplomatischer Mission nach Konstantinopel (das Anliegen der Brautwerbung ist dargestellt aber nicht belegt, ebenso die bedrohliche Notlage im Zusammenhang mit einer kostbaren Kreuzreliquie, die Mangold nach Donauwörth brachte).  In Konstantinopel gelobt Mangold I. nach glücklicher Heimkehr in Wemding eine Kirche zu Ehren des Heiligen Emmeram zu bauen (mit 1 Turm). Dies geschieht von 1030 -1060.

Die züngelnden Flammen weisen auf den Hexenwahn von 1601-1639 hin, dem in Wemding 38 Frauen und 11 Männer zum Opfer gefallen sind. Im 30jährigen Krieg wurde der Spitalpfarrer Johann Renner von schwedischen Soldaten vom Turm gestürzt. Die Geschichte der Wallfahrtskirche Maria Brünnlein entfaltet sich um eine Marienstatue, die ein Wemdinger Krämer (Franz Forell) um 1680 – so berichtet die Wemdinger Wallfahrtstradition -  bei einer Pilgerfahrt in Rom erworben hat. Über dem Schillerbrünnl zwischen Wemding und Amerbach entstand die heutige Wallfahrtsbasilika, die 1782 geweiht wurde.

Mit der Botschaft „Seit Zeichen und Werkzeug und bleibt in der Liebe“ (2.Vatikanum) entlässt der Künstler den Betrachter.

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