Naturpark Altmühltal: 28 Gemeinden setzen das Leader-Kooperationsprojekt um – Wemding ist dabei

Naturwandern

Freitag, 08. November 2019

Zahlreiche Gemeinden im Naturpark Altmühltal setzen zusammen das Projekt „Kommunale innerörtliche Blühflächen“ um. Ziel ist es, den Rückgang der biologischen Artenvielfalt zu stoppen und mit einem nachhaltigen Konzept Lebensraum für heimische Insekten zu schaffen.

Das Problem vieler Gemeinden ist der zunehmende Flächenverbrauch, vor allem die Grünflächen in den Innenbereichen werden weniger. Dadurch nimmt der Lebensraum für Insekten, andere Tiere und Pflanzen ab. Die Blühwiesen, die im Rahmen des Projekts innerorts entstehen, wollen dem entgegenwirken. Um heimische Tier- und Pflanzenarten in ihrem Vorkommen zu stärken, wird dafür ausschließlich regionales Saatgut verwendet. Eichstätts Landrat Anton Knapp, der auch Vorsitzender des Naturpark Altmühltal ist, betont den hohen Stellenwert des Projekts, „da es sich der Naturpark Altmühltal zum Ziel gesetzt hat, Natur und Landschaft zu sichern, zu pflegen und weiter zu entwickeln.“ Die Lokalen Aktionsgruppen (LAG) Altmühl-Donau, Altmühl-Jura, Monheimer Alb-Altmühl-Jura und Altmühlfranken haben für die Finanzierung über das EU-Förderprogramm Leader gesorgt. Das Kooperationsprojekt betreut auf LAG-Ebene federführend LAG-Managerin Lena Deffner von der LAG Altmühl-Donau.

Das Projekt setzen die jeweiligen Bauhöfe um. In theoretischen und praktischen Schulungen bekommen die Bauhofmitarbeiter das nötige Wissen von Referent und Biologe Martin Weiss vermittelt. Durch Veranstaltungen für Kinder an Schulen und Infotafeln an jeder Blühwiese hofft Christa Boretzki, leitende Projektbetreuerin des Naturpark Altmühltal, einen Nachahmereffekt bei den Bürgern zu erreichen und diese für das Thema Natur- und Artenschutz zu sensibilisieren. Auch sollen diese Geduld mitbringen, bis zur vollständigen Entfaltung einer Blühfläche können bis zu zwei Jahre vergehen. Der Großteil der Gemeinden wird die Blühwiesen im Herbst 2019 noch vorbereiten und einsäen.

Mit dabei sind, davon 5 nur mit Theorieteil:

  • LAG Altmühl-Donau: Adelschlag, Buxheim, Böhmfeld, Dollnstein, Eichstätt, Eitensheim, Großmehring, Hitzhofen, Kösching, Mörnsheim, Nassenfels, Hepberg, Stammham, Wellheim
  • LAG-Altmühl-Jura: Altmannstein, Beilngries, Berching, Greding, Kinding, Kipfenberg, Titting, Walting
  • LAG Monheimer Alb-AltmühlJura: Langenaltheim, Pappenheim, Wemding
  • LAG Altmühlfranken: Gunzenhausen
  • Teilnehmer ohne LAG-Zugehörigkeit: Landkreis Eichstätt, Lenting

 

 

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