Löwen, Gunst und Gulden 2019

Logo Löwen, Gunst und Gulden 2019

Montag, 26. März 2018

Das historische Stadtfest vom 29.05. bis 02.06. 2019 soll ein besonderes, ein Wemdinger Fest werden und ein eigener, prägnanter Namen soll dies verdeutlichen. Wir feiern die Renaissance, die Blütezeit Wemdings. Der Name unseres Festes lautet "Löwen, Gunst und Gulden".

  • Der Löwe als Wappentier der Bayerischen Herzöge und Könige steht für Bayern
  • Die Gunst weist auf die Privilegien hin, die Wemding durch die Zugehörigkeit zu Bayern erhielt
  • Die Gulden symbolisieren den Wohlstand, den die Bürger im Laufe der Zeit erreichten.

Das Logo setzt den Namen in Bilder um. Der Löwenkopf steht für das Bayerische und erinnert an die imposanten Löwenstatuen vor der Münchner Residenz. Die Krone symbolisiert die gewährten Privilegien durch Herzog Ludwig von Bayern-Landshut. Das Eichenlaub, oft auf Münzen geprägt, steht für die Gulden, also Wemdings neu erreichten Wohlstand.

Geschichtlicher Hintergrund

Wir befinden uns in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Wemding gehört seit mehr als 150 Jahren den Grafen von Oettingen. Diese Jahre waren geprägt von Streitereien und Machtkämpfen zwischen den Grafen-Brüdern, auch das Geld war immer knapp. Wemding war seit der Dreiteilung der Grafschaft, Besitz und Residenz Wilhelm I. von Oettingen. Die letzten Jahre waren für die Bürger besonders hart. Die Oettinger Grafen hatten sich an dem Feldzug des Markgrafen Albrecht gegen die Reichsstadt Nürnberg beteiligt. Am Ende gehörte Wilhelm zu den Verlierern, dem nur riesige Schulden blieben. Er musste Wemding mehrmals verpfänden,1461 an seinen Bruder Ulrich. Herzog Ludwig von Bayern-Landshut, mit den Oettingern von jeher verfeindet, setzte Ludwig mit hohen Entschädigungsforderungen unter Druck. Ulrich konnte nicht zahlen und musste schließlich dem mächtigen Bayern die Stadt verkaufen.

Für die Wemdinger kamen nun bessere Zeiten. Sie standen in der Gunst eines der reichsten Männer der damaligen Zeit. Persönlich inspizierte er die Stadt, bestätigte das Recht der Gerichtsbarkeit, setzte einen Pfleger ein und seine Gulden und Verbindungen förderten Handel und Handwerk. Außerdem gewährte er Wemding das Privileg eines Stipendiums am Georgianum in Ingolstadt.

So entwickelte sich Wemding zu einem wohlhabenden Städtchen. Wen wundert es da, dass die Bürger nachdem bayerischen Erbfolgekrieg 1504 für ihre Unterstützung vom neuen Herzog nur das Versprechen erbaten, für immer “bayerisch” bleiben zu dürfen.

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