Landesgartenschau: Wemding holt Landrat Rößle mit ins Boot

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Dienstag, 31. August 2021

Der Landkreis-Chef nimmt das Angebot, die Schirmherrschaft für die Bewerbung um eine Landesgartenschau zu übernehmen, gerne an.

Sollte die Stadt Wemding den Zuschlag erhalten, eine der Landesgartenschauen in den Jahren 2028 bis 2032 auszurichten, würde man die ganze Region mit einbeziehen wollen. "Das kann nur ein Gemeinschaftsprojekt sein", ist sich Bürgermeister Martin Drexler im Klaren. Zielstrebig arbeiten die Wemdinger nun an der konkreten Bewerbung für das mögliche Großereignis.

Mit 40 Kommunen aus sechs bayerischen Regierungsbezirken hatte die Bayerische Landesgartenschau mit Sitz in München im zurückliegenden Jahr beratende Gespräche geführt, bereist wurden schließlich 20 Städte und fristgerecht gingen 17 offizielle Interessenbekundungen und erste grundlegende Ideen zu einer möglichen Gartenschau in München ein. In seiner jüngsten Fachbeiratssitzung wurden nun 16 Kommunen zugelassen und aufgefordert, sich um eine der fünf zu vergebenen Landesgartenschauen zu bewerben.

Wemding ist nun in der engeren Auswahl. Für Bürgermeister Dr. Martin Drexler und den Arbeitskreis der Anlass, um der Bewerbung Nachdruck zu verleihen, aber auch die Regionalität zu betonen. Eine Delegation mit dem Bürgermeister und seinen Stellvertretern Hans Roßkopf und Gottfried Hänsel wurde im Landratsamt vorstellig, um Landrat Stefan Rößle die Schirmherrschaft für die Bewerbung für den Fall anzutragen, dass Wemding die Gartenschau übertragen bekommt.

Landrat Rößle zeigte sich erfreut und überrascht. Er nehme das Angebot sehr gerne an und werde sich dafür einsetzen, dass Wemding weitere Schritte auf dem Weg zur Austragung einer Landesgartenschau erfolgreich unternehmen kann. Die Stadt Rain habe mit ihrer Landesgartenschau gute Erfahrungen gemacht und er sehe das Konzept für Wemding ausgereift und nachhaltig. Bürgermeister Dr. Drexler hatte zuvor hervorgehoben, dass Wemding geradezu prädestiniert sei und es nun „die Chance gibt, eine mittelalterlich geprägte Altstadt mit mehr Grün zu beleben“. Ideen seien genügend vorhanden. Das Fachbüro eines Landschaftsarchitekten ist nach Angaben des Stadtoberhauptes bereits beauftragt, die Bewerbung fachlich zu begleiten.

1980 gab es in Bayern die erste Landesgartenschau. Seitdem wurden mehr als 500 Hektar dauerhafte Grün- und Erholungsflächen durch Landes- und Regionalgartenschauen in Bayern geschaffen. Das bayerische Umweltministerium hat seit mehr als 40 Jahren Landes- und Regionalschauen mit insgesamt mehr als 74 Millionen sowie mit rund 23 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert. Mithilfe der Förderung durch das Umweltministerium wurden durch die Gartenschauen dauerhafte Grün- und Erholungsflächen geschaffen, die die Lebensqualität der Menschen deutlich steigern. Die Grünflächen übernehmen zudem wichtige Funktionen für das Stadtklima. Neu angelegte Biotopflächen sowie die aufeinander abgestimmte Umwelt- und Freizeitplanung führen in den Städten auch zur größten Biodiversität. Die örtliche Wirtschaft und der Tourismus werden durch Gartenschauen gestärkt.

Foto (Helmut Bissinger): Mit einer Hortensie überraschte Bürgermeister Dr. Martin Drexler Landrat Stefan Rößle. Die Mitglieder des Arbeitskreises (v. l. n. r. Judith Strohhofer, Roland Schuster, 3. Bgm. Gottfried Hänsel, 2. Bgm. Johann Roßkopf sowie Johannes Vogel) begleiteten den Bürgermeister.

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