Interview mit Bürgermeister Dr. Drexler - Fazit zum hist. Stadtfest

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Montag, 03. Juni 2019

Vier Tage lang feierte Wemding mit vielen Gästen vor drei Wochen das historische Stadtfest „Löwen, Gunst und Gulden“. Damit erinnerten  die Einwohner an die „Bayrischwerdung“ Wemdings vor 550 Jahren und den vor 400 Jahren begonnenen Bau des zweiten Kirchturms. Mit etwas Abstand zieht Bürgermeister Dr. Martin Drexler nun eine Bilanz der Festtage.

Wie fällt Ihr persönliches Fazit zu „Löwen, Gunst und Gulden“ aus?

Drexler: Unser Stadtfest fand in friedlicher und großartiger Stimmung statt. Es ist für mich ein unvergessliches Erlebnis und wird mir stets in positiver Erinnerung bleiben.

Gab es für Sie ganz speziell Höhepunkte an den Festtagen?

Drexler: Selbstverständlich gab es ganz besondere Erlebnisse. Zunächst will ich an den wunderbaren Bittgang und Gottesdienst in der Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein mit Stadtpfarrer Wolfgang Gebert, den großen Festgottesdienst am Sonntag und die offizielle Eröffnung mit Sternmarsch und Segensworten durch Pfarrer Horst Kohler erinnern. Erwähnen möchte ich selbstverständlich die großen Vorträge zur 550-jährigen Geschichte Bayerns und Wemdings, zum Bau des zweiten Kirchturms der Stadtpfarrkirche und das Historienspiel „Die ungleichen Brüder“. Das besondere Highlight war natürlich das Wetter. Es ermöglichte traumhafte Festtage mit den entsprechenden warmen Nächten. Es war einfach wunderbar, gemeinsam durch die Wemdinger Altstadt zu schlendern.

Haben Sie in den Tagen nach dem Fest schon Rückmeldungen on den Teilnehmern oder Besuchern erfahren und wie fielen diese aus?

Drexler: Ich habe zahlreiche begeisterte Menschen beim und nach dem Fest getroffen. Viele möchten nachholen, was sie im Fest nicht alles „geschafft“ haben – zum Beispiel, die Türmerstube zu besuchen. Dazu werden in nächster Zeit Sonderführungen durchgeführt. Anmelden kann man sich bei der Tourist-Info Wemding unter Telefon 09092/9690-35. Viele fühlten sich auch an die legendäre 1200- Jahr-Feier von 1993 erinnert. Insgesamt hörte man oft die Worte „toll, unvergesslich“ und „bald wieder machen“.

Kann man in etwa abschätzen, wie viele Gäste an den vier Festtagen in der Stadt waren?

Drexler: Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Wir rechnen damit, dass rund 15 000 Besucher und Teilnehmer an den Festtagen in der Stadt waren.

Sie haben bei Ihrer Schlussansprache das „Wir“ betont. Spürt man durch das Fest einen besonderen Zusammenhalt in Wemding?

Drexler: Ja, das kann man klar sagen. Zunächst gab es in den Festtagen einen besonderen Zusammenhalt in Wemding. Wenn man gesehen hat, wie die Vereine zusammengearbeitet haben, war das „ganz große Klasse“. Dabei haben mich auch die Bauarbeiten mancher Vereine beeindruckt. Insgesamt darf man betonen, dass es einen ganz besonderen Zusammenhalt in Wemding und in Amerbach gibt. Dieser Zusammenhalt ist mir auch besonders wichtig. Denn ich bin tief davon überzeugt, dass es besser wird, wenn man zusammenhält. Gemeinsam geht es besser! Dieses Gefühl hat man ganz besonders zum Ende des Festes beim fulminanten Zapfenstreich durch unsere Jugend- und Stadtkapelle gespürt.

Gibt es Pläne, in absehbarer Zeit wieder ein ähnliches Fest durchzuführen?

Drexler: Wir sollten bis zu unserem nächsten großen historischen Fest nicht mehr so lange warten, wie dies jetzt der Fall war. Allerdings sollten schon einige Jahre vergehen, damit es wirklich was ganz besonderes ist und damit man sich wieder voll darauf konzentrieren kann, wie dies jetzt der Fall war. Wichtig ist auch, dass wir zu einem konkreten Anlass feiern. Dazu gibt es sicherlich gewisse Ansatzpunkte, die wir im Stadtrat, mit den Kirchen und den Vereinen besprechen. Ich hätte da schon so einige Ideen und ich glaube, unser Stadtpfarrer Wolfgang Gebert auch...

Auch Sie waren in historischer Tracht unterwegs. Was geschieht nun mit Ihrem Kostüm?

Drexler: Zunächst hatte ich es zum Lüften hinausgehängt. Es wird aber nicht lange im Schrank bleiben. Meine Frau Iris liebt ja sowieso historische Feste. Deshalb habe ich ihr versprochen, nun mit dem neuen Gewand regelmäßig mit ihr solche Feste zu besuchen. Schließlich muss ich darauf achten, dass mir in ein paar Jahren das Gewand noch gut passt, wenn wieder unser großes historisches Fest ist.

(Interview des Redaktionsbüro Schwaben)

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