Die Lebendigkeit der Innenstadt als „Mega-Thema“

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Dienstag, 15. Dezember 2020

Wie die Lage des starken Wirtschaftsstandorts Wemding am Ende des Corona-Jahres aussieht.

Die verheerende Corona-Pandemie hat im Jahr 2020 nicht nur in Bayern und Deutschland, sondern weltweit für Einschläge in der Wirtschaft gesorgt. Manche Branchen waren härter getroffen als andere, völlig verschont blieben nur die wenigsten Bereiche. Auch in der Stadt Wemding hat Corona Sorgen und Ängste mit sich gebracht. Vor allem auch, weil die Kommune in den vergangenen Jahren wirtschaftlich eine enorme Entwicklung genommen hat. Bürgermeister Dr. Martin Drexler erläutert, wie die Stadt am Ende des denkwürdigen Corona-Jahres da steht.

Generell hätten die Wemdinger Unternehmen, Firmen und Geschäfte eine „gute Substanz“, betont Drexler. Im vergangenen Jahrzehnt entstanden etwa über 1000 neue Arbeitsplätze, mit dem Bereich „Stadelmüllerweg West“ verfügt die Stadt über ein neues Gewerbegebiet. Hier haben sich zum Beispiel in den vergangenen beiden Jahren die Zimmerei Hönle und das Gutachterbüro Mario Müller sowie die Lebenshilfe Donau-Ries – deren Großprojekt im Sommer 2021 abgeschlossen werden soll – angesiedelt. Der Bürgermeister erwähnt in diesem Zusammenhang auch die aktuell laufende Erweiterung der Firma Anton Eireiner im Industriegebiet Schwalberholz.

Auch ohne Corona wäre ein derart dynamisches Wachstum vorerst nicht mehr möglich gewesen. „Uns war klar, dass es so nicht weitergehen kann“, meint Drexler. Deswegen legt er großen Wert darauf, die aktuellen Arbeitsplätze dauerhaft zu sichern. „Dies sind zum großen Teil Stellen vor Ort. Für Wemdinger, die in Wemding arbeiten können.“ Davon profitiere auch die örtliche Wirtschaft. Das Thema Arbeitsplätze war für Drexler seit seinem Amtsantritt 2008 von enormer Bedeutung – hatte er dies schon allein wegen seiner früheren Tätigkeit bei der Industrie- und Handelskammer stets im Fokus. „Es war gut und wichtig, wie wir in der Vergangenheit vorgegangen sind“, blickt der Bürgermeister auf die vergangenen Jahre zurück. Mit dieser Ausgangslage könne man positiv in die Zukunft gehen. Das „Mega-Thema“ dabei für ihn: Die malerische und lebendige Innenstadt mit den dortigen Geschäften und Betrieben zu bewahren sowie dauerhaft zu erhalten.

Eines möchte Drexler auch klar machen: „Nicht wir von der Verwaltung oder der kommunalen Politik haben diese Arbeitsplätze geschaffen. Wir können allerdings Rahmenbedingungen schaffen. Der Dank gebührt unseren Geschäftsleuten und Unternehmern sowie den qualifizierten und hoch motivierten Mitarbeitern, welche diese Entwicklung überhaupt erst möglich gemacht haben.“

Beim Blick in die Zukunft zählt für den Rathauschef zunächst „wirtschaftliche Stabilität“. Denn diese sei keine Selbstverständlichkeit, so Drexler. So wisse man etwa nicht, wie lange sich Corona auf die Wirtschaft auswirke. Die in einem guten Jahrzehnt angepeilte „kleine Landesgartenschau“ sieht er als große Chance für die weitere Entwicklung Wemdings an. Dieses Ereignis könnte die Fuchsien- und Wallfahrtsstadt prägen und auf lange Sicht noch attraktiver machen.

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